Hilfe bei häuslicher Gewalt

Die nachfolgenden Informationen gibt es zurzeit in albanisch, russisch, serbo-kroatisch und türkisch als PDF-Dateien am Ende dieser Seite …>

Sind Sie Opfer von häuslicher Gewalt durch einen Lebenspartner?

Sie werden durch Ihren Partner beleidigt und bei Freundinnen und Freunden oder Familienmitgliedern schlecht gemacht?

  • davon abgehalten, das Haus zu verlassen!
  • kontrolliert. Er kontrolliert ihre Finanzen!
  • mit beschädigten Sachen konfrontiert
  • damit bedroht, dass er Sie, Ihre Kinder, Verwandten, Freundinnen und Freunde, oder Ihre Haustiere verletzt. Oder Ihr Partner droht mit Selbstverletzung!
  • geschlagen, herumgestoßen, geschubst und gebissen!
  • verfolgt, belästigt und terrorisiert, weil er nicht akzeptieren will, dass Sie sich getrennt haben oder sich trennen wollen!

Das müssen Sie nicht hinnehmen!

Suchen Sie die Schuld nicht bei sich selbst: Es gibt keine Rechtfertigung, Frauen und Kinder zu bedrohen oder zu schlagen. Die Verantwortung trägt der Gewalttäter, nicht Sie!

Häusliche Gewalt ist keine Privatangelegenheit. Mit dem neuen Gewaltschutzgesetz, das seit 01.01.2002 in Kraft ist, werden die Rechtschutzmöglichkeiten der Opfer häuslicher Gewalt deutlich gestärkt und Täter stärker zur Verantwortung gezogen.

Opfer können

  • Gerichtliche Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt und Nachstellungen (Stalking) bei Gericht beantragen Ansprüche auf Überlassung einer gemeinsam genutzten Wohnung bei Gericht geltend machen.
  • Das Gesetz gilt für alle Formen von Lebensgemeinschaften (also z.B. für Ehepaare und nicht verheiratete Paare) und für alle weiblichen und männlichen Opfer häuslicher Gewalt.

Polizeiliche Maßnahmen

Die Polizei wird Sie, wenn Sie unmittelbar in Gefahr sind, schützen. Sie kann:

  • dem Täter für eine bestimmte Zeit verbieten, Ihre gemeinsame Wohnung zu betreten( Platzverweis)
  • bei akuter Gefahr den Täter in Gewahrsam nehmen
  • weitere Maßnahmen zu Ihrem Schutz ergreifen.

Gerichtliche Maßnahmen zum Schutz vor Gewalt und Nachstellungen

Wenn Sie von Ihrem Ehemann oder Partner misshandelt werden oder von Misshandlung bedroht sind oder Ihnen nachgestellt wird, können Sie bei Gericht notwendige Schutzanordnungen beantragen.

Das Gericht kann dem Täter insbesondere verbieten:

  • die Wohnung zu betreten
  • sich in einem bestimmten Umkreis Ihrer Wohnung aufzuhalten
  • bestimmte Orte aufzusuchen, an denen Sie sich regelmäßig aufhalten (Arbeitsplatz etc.)
  • Kontakt zu Ihnen aufnehmen, sowohl telefonisch als auch per E-Mail, Fax, SMS etc.
  • Zusammentreffen mit Ihnen herbeiführen
  • Auf Ihren Antrag kann das Gericht den Täter für in der Regel 6 Monate aus der gemeinsamen Wohnung verweisen, auch wenn er Mieter oder Eigentümer ist.

    Eilentscheidungen sind möglich.
    Der Verstoß gegen eine gerichtliche Schutzanordnung ist strafbar.

    Antragstellung bei Gericht:

    Beim Amtsgericht können Sie persönlich oder mit Hilfe einer Beratungsstelle oder über eine Anwältin / einen Anwalt Schutzanordnungen und die Überlassung der Wohnung beantragen.

    Amtsgericht Stade: 04141 – 1070
    Amtsgericht Buxtehude: 04161 – 5069-10
    Dort erhalten Sie ebenfalls Informationen über Prozesskostenbeihilfe, und es liegt eine Anwaltsliste aus.

    Hier erhalten Sie Beratung und Unterstützung

    Wenn Ihr Partner gewalttätig wird, rufen Sie die Polizei: Notruf 110

    BISS-Stade
    Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt
    04141- 53 44 15

    Frauenhaus
    04141- 44 123

    Opferhilfebüro Stade
    04141- 107 286
    04141 -107 289

    Wenn Kinder betroffen sind:

    Jugendamt Landkreises Stade
    Team Nord: 04141-12390
    Team Süd: 04141-12375
    Jugendamt Stadt Stade
    04141-401529

    Jugendamt Stadt Buxtehude
    04161 – 501284

    Unter den angegebenen Telefonnummer erhalten Sie auch Auskünfte über weitere Beratungsstellen z. B.: Weißer Ring, AWO Migrations- und Integrationsberatung Stade, Ehe- und Lebensberatung Stade, Lichtblick – Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt, Suchtberatung, Gleichstellungsbeauftragte und andere.