„Gegen häusliche Gewalt“
Ausstellung: 14 Persönlichkeiten aus der Samtgemeinde beziehen Position
hr. HORNEBURG. 14 bekannte Persönlichkeiten aus der Samtgemeinde Horneburg haben „Standpunkte
gegen häusliche Gewalt“ bezogen: Ihre Aussagen und Portraits sind bis Juni im Rahmen einer Ausstellung im Horneburger
Rathaus nachzulesen und zu sehen: „Du und ich, keiner darf wegschauen“, hat dabei Cornelia Szameitat, Leiterin des
Horneburger Moorwichtel-Kindergartens, die Botschaft der Ausstellung auf den Punkt gebracht.
Fast alle, die der Horneburger Michael Järnicke für die Ausstellung
portraitiert hat, konnten Samtgemeinde-bürgermeister Gerhard Froelian und Gleichstellungs-beauftragte Gisela Punke – beide
selbst mit Standpunkten vertreten – bei der Eröffnung begrüßen.
„Es geht immer um Gewalt in Beziehungen“, definierte Punke den Begriff häusliche Gewalt. Deren Opfer sind vor
allem die Frauen, die im Landkreis Stade Hilfe bei der Beratungsstelle BISS finden. Deren Mitarbeiterinnen bekommen auf Grundlage
des Gewaltschutzgesetzes
Berichte über alle entsprechenden Polizeieinsätze und gehen aktiv auf die Betroffenen zu: Die Polizei kann prügelnde
Partner auf der Stelle für 14 Tage aus der Wohnung verweisen, per Gerichtsbeschluss kann daraus ein halbes Jahr werden.
Hans-Jürgen Detje dankte als Kriminalpräventionsbeauftragter der Polizei für die gute Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle,
auf die die Beamten angewiesen seien. Der überdurchschnittlich hohe Anteil von Frauen, die dort aus eigenem Antrieb Hilfe
suchen, spreche für den Bekanntheitsgrad von BISS. Von insgesamt 202 Fällen im Jahr 2007 wurden „nur“ 119
von der Polizei gemeldet.
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