Punke sammelt Standpunkte
Auch Horneburger sind gegen Gewalt
Horneburg (kal). „Du und ich, keiner darf wegschauen“, ist der Standpunkt von Kindergartenleiterin
Cornelia Szameitat. „Häusliche Gewalt ist für mich Terror und lieblose Unmenschlichkeit“, steht unter dem
Foto von Thea Ramdohr aus Agathenburg. Die Ausstellung „Standpunkte gegen häusliche Gewalt“ wurde am Mittwoch
im Horneburger Rathaus eröffnet.
Sie zeigt 14 Bürger aus der Samtgemeinde Horneburg. Fotografiert von Michael Järnecke
beziehen sie Stellung gegen Gewalt in Beziehungen, unter der meistens Frauen leiden. Die Ausstellung ist Teil einer kreisweiten
Aktion des „Netzwerkes gegen häusliche Gewalt“, bei der jeder mitmachen kann. Das TAGEBLATT präsentiert
jede Woche ein Foto auf der 3. Lokalseite.
In Horneburg organisierte die Gleichstellungsbeauftragte Gisela Punke die Aktion. „Frauen, die geschlagen werden, haben oft
gar nicht das Gefühl, das es Unrecht ist“, so Punke bei der Eröffnung. Wer schlägt, muss gehen, auch aus seinem
Haus. Das machte Hans-Jürgen Detje in seiner Funktion als Kriminalpräventionsbeauftragter der Polizei deutlich.
Weitergehende Hilfen bietet die Beratungs- und Interventionsstelle „BISS“ an. Sie hatte
im vergangenen Jahr 202 Fälle,
wie die Leiterin Hannelore Rathjens berichtete. Die Ausstellung wird zum Juni in das Mehrgenerationenhaus umziehen. Ausstellungen
gab es schon in Stade, Jork und Buxtehude. Im November sollen alle Fotos im Stader Cinestar gezeigt werden. Wer mitmachen will,
wendet sich an die Kreisfrauenbeauftragte Anne Behrends, Telefon 0 41 41 / 12 205.
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