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Kreiszeitung / Wochenblatt vom 02.02.2008
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Null Toleranz für häusliche Gewalt

Landkreis Stade beteiligt sich an Kampagne gegen Gewalt an Frauen

(job). Mit verschiedenen Ausstellungen und Aktionen beteiligt sich der Landkreis Stade an der bundesweiten Kampagne "Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt an Frauen". Im Zentrum der Initiative stehen Fotos, mit denen Personen und Persönlichkeiten aus dem Landkreis ihre Ablehnung von Gewalt an Frauen dokumentieren.

„Es gibt keine schlagenden Argumente“: Das Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Landkreis Stade beteiligt sich an einer bundesweiten Kampagne gegen Gewalt an Frauen. Foto: job

„Es gibt keine schlagenden Argumente“: Das Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Landkreis Stade beteiligt sich an einer bundesweiten Kampagne gegen Gewalt an Frauen. Foto: job

"Die häusliche Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein Tabubereich", sagt Anne Behrends, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Stade. Mit dieser Kampagne wollen wir das Thema öffentlich machen und uns klar positionieren." Im Landkreis Stade initiiert und koordiniert das "Netzwerk gegen häusliche Gewalt" die Aktionen. Ihm gehören die Gleichstellungsbeauftragten, das Frauenhaus, Beratungsstellen, aber auch Vertreter von Polizei und Staatsanwaltschaft an.

"Diese knallharten Straftaten passieren auch im Landkreis Stade jede Woche. Die schlimmen Verletzungen, die die Opfer davontragen, machen deutlich, dass eine hohe kriminelle Energie dahinter steckt", sagt Horneburgs Bürgermeister Hans-Jürgen Detje, im Hauptberuf bei der Polizei tätig. Er schätzt die Zahl der entsprechenden Einsätze auf etwa 120 pro Jahr. Lange seien die Ordnungshüter bei der Bekämpfung dieser Delikte auf sich allein gestellt gewesen. Erst seit es entsprechende Anlaufpunkte wie die Beratungsstelle "Biss" oder den Verein "Lichtblick e.V." gebe, könne man effizientere Opferhilfe leisten.

Buxtehudes Gleichstellungsbeauftragte Uschi Reincke ist vor allem begeistert darüber, "wie einfach es ist, die Leute zum Mitmachen zu begeistern." Etwa 50 bis 60 Fotos sind landkreisweit bereits entstanden. Die Kampagne soll das ganze Jahr andauern. Eine Abschlussveranstaltung ist für den 25. November geplant.

Ab kommenden Montag wird es unter www.netzwerk-haeusliche-gewalt.de auch im Internet nähere Informationen geben.

© Wochenblatt Verlag Schrader GmbH & Co. KG

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