Null Toleranz für häusliche Gewalt
Landkreis Stade beteiligt sich an Kampagne gegen Gewalt an Frauen
(job).
Mit verschiedenen Ausstellungen und Aktionen beteiligt sich der Landkreis Stade an der bundesweiten Kampagne "Der richtige
Standpunkt: Gegen Gewalt an Frauen". Im Zentrum der Initiative stehen Fotos, mit denen Personen und Persönlichkeiten
aus dem Landkreis ihre Ablehnung von Gewalt an Frauen dokumentieren.
"Die häusliche Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein Tabubereich",
sagt Anne Behrends, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Stade. Mit dieser Kampagne wollen wir das Thema öffentlich
machen und uns klar positionieren." Im Landkreis Stade initiiert und koordiniert das "Netzwerk gegen häusliche
Gewalt" die Aktionen. Ihm gehören die Gleichstellungsbeauftragten, das Frauenhaus, Beratungsstellen, aber auch Vertreter
von Polizei und Staatsanwaltschaft an.
"Diese knallharten Straftaten passieren auch im Landkreis Stade jede Woche. Die schlimmen Verletzungen, die die Opfer davontragen,
machen deutlich, dass eine hohe kriminelle Energie dahinter steckt", sagt Horneburgs Bürgermeister Hans-Jürgen Detje,
im Hauptberuf bei der Polizei tätig. Er schätzt die Zahl der entsprechenden Einsätze auf etwa 120 pro Jahr. Lange
seien die Ordnungshüter bei der Bekämpfung dieser Delikte auf sich allein gestellt gewesen. Erst seit es entsprechende
Anlaufpunkte wie die Beratungsstelle "Biss" oder den Verein "Lichtblick e.V." gebe, könne man effizientere
Opferhilfe leisten.
Buxtehudes Gleichstellungsbeauftragte Uschi Reincke ist vor allem begeistert darüber, "wie
einfach es ist, die Leute zum Mitmachen zu begeistern." Etwa 50 bis 60 Fotos sind landkreisweit bereits entstanden. Die
Kampagne soll das ganze Jahr andauern. Eine Abschlussveranstaltung ist für den 25. November geplant.
Ab kommenden Montag
wird es unter www.netzwerk-haeusliche-gewalt.de auch im Internet nähere Informationen geben. © Wochenblatt Verlag Schrader GmbH & Co. KG |