Es gibt keine schlagenden Argumente – Netzwerk gegen häusliche Gewalt. Foto: Studio Augenblicke

Archiv

Berliner Kampagne gegen häusliche Gewalt gestartet

(12.10.2010) Unter dem Motto „Hinter deutschen Wänden“ ist in Berlin eine neue Kampagne gegen häusliche Gewalt gestartet worden. Im Zentrum der Aktion steht der eindrucksvolle Kinospot: www.hinter-deutschen-waenden.de. Dazu gibt es Plakate mit dem Slogan „Manchmal sieht man es erst auf den zweiten Blick“ - die Aktion ist in Berlin sehr medienwirksam und dadurch schafft sie es, die häusliche Gewalt allenorts zu thematisieren. ...>

DER KINO-SPOT:



Interkulturelles Training für Beratungsstellen im Landkreis Stade

Ein Angebot der Gleichstellungsbeauftragten für Netzwerk-Mitglieder
Termin: 12. Januar 2010

(10.11.2009) In Einwanderungsgesellschaften ergeben sich für immer mehr Menschen im beruflichen und privaten Zusammenhang Situationen, in denen interkulturelle Kommunikation und Kooperation gefragt ist. ...>


Fachtag zur Zwangsverheiratung für Professionelle im Kreishaus

Gleichstellungs- und Ausländerbeauftragte laden am 19. November 2009 ein

(29.10.2009) Die erzwungene Eheschließung verletzt das Selbstbestimmungsrecht in einem ganz zentralen Bereich der persönlichen Lebensgestaltung und verstößt damit gegen die UN-Menschenrechtsabkommen. Unter erzwungener Eheschließung verstehen wir das, was heute in aller Munde ist: die Zwangsverheiratung. ...>


Migrantinnen als Opfer von häuslicher Gewalt

Netzwerk für besseres Hilfsangebot und mehr Information

(02.09.2009) Im vergangenen Donnerstag trafen sich etwa 25 Mitglieder des Netzwerkes Häuslicher Gewalt auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises, Anne Behrends, im Kreishaus, um über die Thematik der von häuslicher Gewalt betroffenen Migrantinnen zu sprechen. ...>


Stalking-Beratungsstelle in Berlin eröffnet

Zur Eröffnung einer Stalking-Beratungsstelle in Berlin hat am 12.02.2009 das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung eine Presseerklärung herausgegeben

(12.02.2009)
Hilfe für Stalking-Opfer.

Stalking ist keine Privatsache, beharrliche Nachstellungen sind eine Straftat. Dies betonte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries bei der Eröffnung einer Beratungsstelle, die Stalking-Opfern in Berlin hilft. Zur Presseerklärung „Hilfe für Stalking-Opfer“ ...>

Die Original-Presseerklärung finden Sie unter
http://www.bundesregierung.de/nn_1264/Content/DE/Artikel/2009/02/2009-02-12-stalking.html

Die Website der neuen Stalking Opferhilfe Berlin finden Sie unter
http://www.soh-berlin.de/
Die Stalking Opferhilfe Berlin e. V. hilft zwar nur Menschen aus Berlin und dem Umland, aber Sie können der Website viele nützliche Informationen entnehmen.

Was ist Stalking? Ein sehr nützlicher Link zu den Seiten der Bundesregierung (Bundesministerium der Justiz) mit einer Fülle von Informationen über rechtlichen Schutz gegen Stalking, Beispiele zum Schutz gegen Stalking, Gesetzgebungsverfahren, Publikationen, Pressemitteilungen und Reden sowie eine umfangreiche Linksammlung...>


Auszeichnung für hiesiges Standpunkte-Projekt gegen Gewalt

Lob für vielseitige Aktionen des Netzwerkes Häusliche Gewalt

Die Mitglieder des Netzwerks gegen häusliche Gewalt im Landkreis Stade.
  Die Mitglieder des Netzwerks gegen häusliche Gewalt im Landkreis Stade.

(2008) Das große diesjährige Projekt des Netzwerk Häusliche Gewalt in Kooperation mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten „Der richtige Standpunkt: Gegen Gewalt an Frauen“ ist abgeschlossen.
Anfang Dezember hatte der Initiator dieser Aktion, der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe (www.frauen-gegen-gewalt.de), zu einem Rückblick auf die seit 2007 gestartete bundesweite Aktion nach Hannover eingeladen. Wichtigste Ergebnisse hier in Kürze: Landauf landab gab es in ganz Deutschland großen Zuspruch vieler Menschen, vor allem waren es Männer und Frauen, zum Teil auch Prominente, die sich bis dahin noch nie zu einem prekären Thema wie die häusliche Gewalt öffentlich geäußert hatten.

Die gute Nachricht für das Netzwerk Häusliche Gewalt im Landkreis Stade: Es wurde für seine zahlreichen und vielseitigen Veranstaltungen in Kooperation mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, für seine Standpunkte sowie für die landkreisweite Internetseite des Netzwerkes ausgezeichnet. Nirgendwo sonst hatte es eine solche Fülle an gelungenen Unternehmungen gegeben. Der Bundesverband lobte ausdrücklich die Broschüre der Stadt Buxtehude, in der verschiedene Standpunkte präsentiert werden.

Das Netzwerk blickt zurück auf das Jahr 2008 mit unzähligen Ausstellungen der verschiedensten Standpunkte in den Gemeinden und Städten. So gab es Gottesdienste zum Thema häusliche Gewalt, Fachtage, Filmbeiträge, eine Broschüre und die Internetseite mit allen Informationen www.netzwerk-haeusliche-gewalt.de.

Ausgezeichnet wurde außerdem Niedersachsen, denn es war das Land, das im Vergleich zu allen anderen Bundesländern am besten abgeschnitten habe. Hier gab es die meisten Aktionen und Standpunkte.


(17.11.2008)
„ Den Standpunkten Beine gemacht!“ Gewalt ächten

Abschlussveranstaltung der Aktion mit Ausstellung im Cinestar

Ca. 140 Gäste kamen zur Veranstaltung ins Cinestar.
Ca. 140 Gäste kamen zur Veranstaltung ins Cinestar.  

Anfang der Woche hatten das Netzwerk Häusliche Gewalt und die Gleichstellungsbeauftragten im Landkreis Stade zur Abschlussveranstaltung des Projektes „Der richtige Standpunkt: gegen Gewalt an Frauen!“ ins Cinestar in Stade eingeladen. 140 Gäste waren da, um sich die vielen Positionen verschiedenster Personen und Persönlichkeiten im Kreis Stade anzuschauen. Von den insgesamt 251 gesammelten Standpunkten war eine Auswahl von 80 Fotos mit kernigen Sprüchen gegen Gewalt ausgestellt worden. Die Fotos sind noch bis zum 2. Dezember im Stader Kino zu sehen.

Von den insgesamt 251 gesammelten Standpunkten war eine Auswahl von 80 Fotos mit kernigen Sprüchen gegen Gewalt ausgestellt worden.
  Von den insgesamt 251 gesammelten Standpunkten war eine Auswahl von 80 Fotos mit kernigen Sprüchen gegen Gewalt ausgestellt worden.

Außerdem gehörte zum Programm des Abends der schwedische Film „Wie im Himmel“ von Kai Pollack. Der Oscar-nominierte Film behandelt die Thematik Häusliche Gewalt, um die es an dem Abend ging, sehr subtil. Doppelmoral und vermeintliches freundschaftliches Miteinander sind in dem Dorf der Nährboden dafür, dass häusliche Gewalt, von der alle in der Dorfgemeinschaft wissen, unter dem Deckmantel des Nicht-Sehens und Schweigens legitimiert wird. Gewalt wird in Kauf genommen, denn man möchte es sich mit keinem in der Gemeinschaft verderben.

 
Bernd Deutschmann, Leiter der Polizei Stade.
  Bernd Deutschmann, Leiter der Polizei Stade.  

Genau das Thema hatte Bernd Deutschmann, Leiter der Polizei Stade, in seiner Ansprache zum Thema gemacht: Zivilcourage sei erforderlich, damit diese Form der Gewalt in der Familie aus der Tabuzone herausgeholt wird. Jeder trage dafür Verantwortung, dass keine Frau in unserer Gesellschaft geschlagen oder würdelos behandelt wird.

Er wies auf die wichtigen Schritte hin, die die Politik in den vergangenen Jahren unternommen hätte, um die Position der zumeist weiblichen Opfer zu stärken. Dazu gehöre das so genannte Wegweisungsgesetz auf Bundesebene, aber auch das Verbot der Vergewaltigung in der Ehe. Die Kreispolitik habe die BISS-Beratungsstelle ins Leben gerufen. Im Namen der Polizei dankte Deutschmann dem Netzwerk Häusliche Gewalt und den Gleichstellungsbeauftragten, die durch diese große Aktion 2008 erfolgreich Front gegen häusliche Gewalt gemacht haben. Solche Projekte erleichterten den Einsatzkräften der Polizei nachhaltig die Arbeit. Hanne Rathjens von der BISS-Beratungsstelle hob die erfolgreiche Arbeit des Netzwerkes Häusliche Gewalt im Landkreis Stade hervor, und bedankte sich für die kreativen und überzeugenden Standpunkte so vieler Menschen aus dem gesamten Kreisgebiet.

Iris Junge, Pastorin der St.-Petri-Kirche Buxtehude.
Iris Junge, Pastorin der St.-Petri-Kirche Buxtehude.  

Pastorin Iris Junge erzählte von ihrem Gottesdienst gegen häusliche Gewalt in der St.-Petri-Kirche in Buxtehude. Auf aus Papier geschnittenen Fußspuren hatten Gottesdienstbesucher und –besucherinnen ihre ganz persönlichen Standpunkte zum Ausdruck gebracht. Auf diese Weise, so Junge stolz, habe man den Standpunkten „Beine gemacht“.

Die Gleichstellungsbeauftragten dankten insbesondere drei Frauen für ihre aktive Mitarbeit in der Vorbereitung der Ausstellungen der Standpunkte: Silvia Steffens, Leiterin des Frauenhauses in Stade, Hanne Rathjens, BISS-Beratungsstelle Stade, sowie Renate Bergmann von der Beratungsstelle Lichtblick gegen sexuellen Missbrauch. Ein großes Dankeschön ging ebenfalls an den Rotary-Club Stade für seine finanzielle Unterstützung.

Text und Fotos: Anne Behrends
www.gleichstellungsbeauftragte-landkreis-stade.de


Bisherige Aktivitäten/Veranstaltungen siehe „Rückschau„ ...>

nach oben nach oben
zurück zurück
Seite drucken Seite drucken
nach oben