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Gewalt kommt nicht in die Tüte

Eine Aktion aus dem Jahr 2005

Das Netzwerk gegen häusliche Gewalt führte als präventive Maßnahme gegen häusliche Gewalt die Aktion „Gewalt kommt nicht in die Tüte!“ durch. Diese Aktion begann am 24. September 2005 und endete Anfang 2006.


Ziel: Bekanntmachung und Sensibilisierung

Mit dem Vorhaben wurde die Öffentlichkeit darüber informiert, dass die häusliche Gewalt genauso alltäglich ist wie die Tüte, mit der wir die Brötchen vom Bäcker holen. Die Tüte des Bäckers erreicht die Haushalte ganz direkt. Die häusliche Gewalt spielt sich ebenfalls ganz direkt im Hause, in der Familie ab.
Dort, in der Familie, finden sich also auch die Adressaten der häuslichen Gewalt, sowohl die Opfer als auch die Täter.

Insbesondere sollte auf das neue Gewaltschutzgesetz, das es seit 2002 gibt, hingewiesen werden. Danach erhält das Opfer, in der Regel die Frau, das Recht, sich gegen die Gewalt des Partners / Freundes zu wehren, indem sie gemeinsam mit der Polizei eine Wegweisung des Täters aus der Wohnung veranlasst.
Weiterhin sollte die Öffentlichkeit darüber informiert werden, dass das von Gewalt bedrohte bzw. betroffene Opfer sich nicht zu scheuen und zu schämen braucht, die Polizei in solchen Konfliktfällen oder schon bei der Bedrohung anzurufen. Gewalt in jeder Form ist eine strafbare Handlung und muss bei der Polizei zur Anzeige gebracht werden, damit eine strafrechtliche Konsequenz daraus gezogen werden kann.


Kooperationspartner

Kooperationspartner für diese Aktion waren die Bäcker Kohrs aus Stade, Wiechers aus Freiburg und Hillert aus Harsefeld. Weitere Kooperationspartner waren das Stader Tageblatt sowie auch die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden im Landkreis Stade.


Maßnahmen

  1. Info-Stände
    Den Auftakt gab es am 24. September 2005. An dem Vormittag gab es einen Informationsstand auf dem Wochenmarkt in Stade. Eine Woche später gab es einen Info-Stand in Buxtehude.

    In den darauf folgenden Wochen trat das Netzwerk auf mehreren Wochenmärkten auf, dort wurde das Thema „Häusliche Gewalt“ präsentiert und der Kontakt zu den Besuchern und Besucherinnen genutzt. Die kooperierenden Bäcker stellten Tüten mit Brötchen zum Verteilen zur Verfügung.

  2. Gottesdienste/Kindergottesdienste
    Gottesdienste zu dem Thema gab es im gesamten Kreisgebiet.

  3. Präventionstag in Buxtehude
    Ab dem 4. Oktober, anlässlich des Buxtehuder Präventionstages, zeigte das Netzwerk die Ausstellung „Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter“ in der Sparkasse Harburg-Buxtehude. Auch dabei ging es um die häusliche Gewalt.

 

Und das schrieb die Presse:

Tageblatt vom 21.09.2005
"Aktion: Gewalt kommt nicht in die Tüte" ...>

Tageblatt vom 24.09.2005
"Brötchentüte bringt Thema 'häusliche Gewalt' auf den Tisch" ...>

Tageblatt vom 26.09.2005
"Mit langem Atem auf Einkaufstour" ...>

Tageblatt vom 14.10.2005
"Gottesdienst zur häuslichen Gewalt, Stade" ...>

Tageblatt vom 21.10.2005
"Wogen glätten ist täglich Brot im Stader Frauenhaus" ...>

Tageblatt vom 02.11.2005
"Tabubruch-Aktion" ...>

Tageblatt vom 21.01.2006
"Gottesdienst zur häuslichen Gewalt, Horneburg" ...>

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